Zum Inhalt springen
Nachhaltig genießen – wassersparende Duschköpfe

Nachhaltig genießen – wassersparende Duschköpfe

Die tägliche Dusche gehört für viele zu einem festen Tagesritual. Sie dient nicht nur der Hygiene, sie ist auch ein Stück Lebensqualität. Doch allzu ausgedehnte Duschen machen sich negativ bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung bemerkbar und verbrauchen unnötig Ressourcen – außer, es werden wassersparende Duschköpfe benutzt.

Hohes Einsparpotenzial beim Duschen
Laut des Umweltbundesamtes verbrauchte 2018 jeder Deutsche durchschnittlich 123 Liter Wasser pro Tag. Eine durchaus gute Zahl, Anfang der 1990er Jahre lag sie 20 Liter höher. Rund ein Drittel bis die Hälfte davon geht auf das Konto der täglichen Dusche – hier liegt demnach großes Einsparpotenzial. Ganz abgesehen von der Energie, die für warmes Wasser benötigt wird.

Eine Möglichkeit ist natürlich, so schnell und sparsam wie möglich zu duschen. Also: Kurz den ganzen Körper nassmachen, Wasser ausstellen und einseifen, anschließend in wenigen Augenblicken Shampoo & Co abwaschen. Ein anderer Tipp für Hartgesottene: Kalt duschen – dann ist man garantiert schnell fertig und regt zugleich den körperlichen Kreislauf an. Mit Entspannung und Genuss hat das jedoch wenig zu tun. Ein Ausweg sind wassersparende Duschköpfe. Sie vereinen Wohlfühlqualität und Nachhaltigkeit. 

Verschiedene Varianten auf dem Markt
Herkömmliche Duschköpfe lassen meist 15 Liter pro Minute durchlaufen – bei wassersparenden Varianten sind es lediglich sechs bis zehn Liter, also teilweise mehr als die Hälfte weniger. Doch wie schaffen Hersteller diese Einsparungen? Erstaunlich vielseitig: Entweder durch sehr kleine Duschköpfe, in denen sich das Wasser auf kleinerer Fläche bündelt oder durch Durchflussbegrenzer. Sie werden zwischen Schlauch und Duschkopf eingebaut und verändern den Wasserstrahl. Er wirkt weicher und lässt nebenbei weniger Wasser durch.

Andere Hersteller setzen auf Eco-Tasten, um den Wasserdurchfluss manuell reduzieren zu können oder auf extrem kleine Wasserdüsen. Die dabei entstehenden winzigen Tropfen fühlen sich jedoch oftmals sehr rau auf der Haut an und verkalken auch schnell. Empfehlenswerter sind Duschköpfe, die dem Wasser Luft beimischen. Dafür wird das Wasser durch spezielle Düsen geführt – trifft es auf die Strahlscheibe des Duschkopfs, entsteht ein Vakuum, das Luft anzieht und den Wasserstrahl in einzelne große Tropfen zerlegt. Anschließend rotieren die Tropfen im Brausenkopf, so dass ein feiner, weicher und warmer Wasserblasenstrahl herausströmt.

So vielfältig das Angebot an wassersparenden Duschköpfen, so unterschiedlich sind auch die Preise. Zwischen 20 und 90 Euro sind einzuplanen – langfristig zahlt sich dies definitiv aus.

Bildnachweis: © Iuliia Alekseeva   (AdobeStock)

Ein sauberer Badtrend: Dusch-WC

Ein sauberer Badtrend: Dusch-WC

In Japan gehören sie in fast jedem Bad zur Standardausstattung. Mittlerweile sind sie auch bei uns kein Geheimtipp mehr. Die Rede ist von Dusch-WCs – auch Washlets genannt. Hier erklären wir, was es damit auf sich hat und warum sich die Anschaffung lohnt.

Gut kombiniert
Das Bad wird immer mehr zur Wellness-Oase in den eigenen vier Wänden – da passt auch das Dusch-WC perfekt mit rein. Darunter ist eine luxuriöse Kombination aus WC und Bidet zu verstehen – also ein WC mit integrierter Duschfunktion. Mithilfe eines dünnen, warmen Wasserstrahls kann der Intimbereich nach einem Stuhlgang einfach und angenehm gesäubert werden. Dies verbessert die Hygiene und spart Toilettenpapier sowie ein separates Bidet.

Zur Grundausstattung gehört neben der Wasserdüse oftmals auch ein beheizter Toilettensitz. Darüber hinaus gibt es weitere mögliche Komfort Funktionen wie ein integrierter Fön, ein Selbstreinigungsprogramm oder eine fein abgestufte Regelung der Temperatur und Düsenstärke. Besonders angesagt in Japan: die Sound-Funktion. Sie übertönt unangenehme Geräusche mit imitiertem Wasserspülen oder Musik. Bedient werden alle Funktionen über ein kleines Steuerungsmodul direkt neben dem WC.

Vor rund 40 Jahren wurde das Dusch-WC in Japan erfunden. Heute ist es in zwei Drittel aller japanischen Haushalte zu finden. Davon sind wir in unseren Breiten zwar noch weit entfernt – aber seit einigen Jahren steigt die Nachfrage auch bei uns spürbar.

Varianten und Kosten
Generell bieten viele Hersteller zwei Varianten von Dusch-WCs an: Aufsatz- und Komplett-Sets. Der Vorteil bei den Aufsätzen liegt darin, dass sich mit ihnen ohne Aufwand und Umbau auch viele aktuelle Toiletten zu einem Dusch-WC aufwerten lassen. Vorausgesetzt, das WC-Becken ist kompatibel. Fehlende Anschlüsse können von Sanitär-Profis leicht nachträglich verlegt werden. Ab 450 Euro sind die Dusch-WC-Aufsätze erhältlich.

Bei einem grundlegenden Umbau des Bades lohnen sich dagegen Komplett-Sets, bei denen die Anschlüsse unter Putz verbaut werden können. Mehr Platz als herkömmliches WC brauchen die Komplett-Sets übrigens nicht. Preislich sind sie jedoch teurer – zwischen 1.200 und 4.000 Euro kosten qualitativ hochwertige Modelle. Das Angebot wächst seit mehreren Jahren enorm, hier sollten Sie sich vorab ausführlich beraten lassen und herausfinden, welche Funktionen Ihnen wichtig sind.

Bildnachweis: © kazoka30 (istockphoto)

Weiches Wasser genießen

Weiches Wasser genießen

Wasser ist nicht gleich Wasser – regional gibt es große Unterschiede, was den Härtegrad angeht. So genießen Einwohner von Hamburg und Frankfurt am Main weiches Wasser, während es in Berlin hart ist. Doch was genau ist weiches und hartes Wasser? Und wie kommt das optimale Nass aus Ihrem Wasserhahn? Wir erklären es Ihnen.

Zu hartes Wasser schadet
Um es vorweg zu nehmen: Sowohl weiches als auch hartes Wasser aus der Leitung sind völlig unbedenklich und als Lebensmittel genießbar. Je höher der Härtegrad des Wassers ist, desto mehr Kalzium und Magnesium enthält es. Bis zu einem Grad von 14 °dH gilt Wasser als weich bis mäßig hart, zwischen 14 und 21,3 °dh als hart – die Einheit dH steht übrigens für „deutsche Härte“. Hartes Wasser entsteht hauptsächlich in Regionen mit sehr kalk-, gips- und dolomithaltigen Böden. Bei Regen werden die Stoffe aus dem Gestein ausgewaschen und gelangen in das Grundwasser.

Hartes Wasser macht sich besonders im Haushalt bemerkbar: So entstehen im Bad und in der Küche schneller Kalkablagerungen an Spülbecken, Wasserkochern, Duschabtrennungen und Armaturen. Verkalkungen erhöhen im Laufe der Jahre auch die Gefahr, dass Wasserleitungen im Haus verstopfen und der Energieverbrauch von Warmwasserboilern steigt. Zudem ist bei hartem Wasser mehr Waschmittel nötig, um die Wäsche sauber zu bekommen. Und Gourmets mit feinem Geschmackssinn für guten Kaffee und Tee bemängeln, dass sich die Aromen bei hartem Wasser weniger gut entfalten können.

Die Lösung: Wasserenthärter
Sollten Sie in einer Region mit vorwiegend hartem Wasser wohnen, müssen Sie aber keineswegs umziehen. Es gibt sehr effiziente und kompakte Anlagen zur Wasserenthärtung. Am weitesten verbreitet sind sogenannte Ionenaustauscher. Sie liegen direkt am Hauswasseranschluss und sorgen mithilfe eines Kunstharzes dafür, dass das Kalzium und Magnesium gebunden werden. Die Anlagen verfügen oftmals über Regler, mit denen sich individuell wählen lässt, um wie viel der Härtegrad sinken soll. Aus den Armaturen im Bad und in der Küche läuft dann entsprechend weicheres Wasser heraus.

Um die gebundenen Salze aus dem Ionenaustauscher zu entfernen, muss sich der Wasserenthärter regelmäßig einer Salzkur unterziehen. Die dabei gelösten Salze fließen anschließend ins Abwasser und der Austauscher funktioniert wieder einwandfrei. Der Einbau von Wasserenthärtern ist unkompliziert, sollte aber in jedem Fall von fachlich kompetenten Installateuren vorgenommen werden. Die Geräte kosten zwischen 400 und 2.000 Euro. Hinzu kommen je nach Verbrauch noch laufende Kosten für die Enthärtersalze sowie Strom und Abwasser. Dafür müssen Sie sich weniger mit verkalkten Oberflächen herumärgern und sparen Waschmittel. Gerade in Wohnorten mit hartem Wasser lohnt es sich also, über die Investition eines Wasserenthärters nachzudenken.

Bildnachweis: © John_Kasawa (istockphoto)